Ermu­tigende Beispiele

Es geht auch ohne Werbung!

Es gibt weltweit sehr weitgehende und umfassende Werbeverbote für Zigaretten. Von Warnhinweisen und Schockfotos auf Zigarettenschachteln über Fernseh-, Radio- und Außenwerbeverboten bis hin zu Sponsoring- und Internetwerbeverboten sind sie sicherlich das beste Vorbild, wie man schädliche kommerzielle Kommunikation systematisch und umfassend verbieten kann – zum Segen der Konsumenten.

Es gibt eine Fülle von weltweit existierenden, sehr vernünftigen Werbeverboten
Kinder-Fernsehwerbung ist in Schweden seit 1991 und in Norwegen seit 1992 verboten. Ausserdem wird in Schweden die ständige Unterbrecherwerbung reduziert: Fernsehfilme dürfen nur dann von Werbung unterbrochen werden, wenn das ausdrückliche Einverständnis des Filmemachers vorliegt. Gute Idee!
Werbeverbote

Außen­werbe­verbot in Maine

Besonders ermutigend ist das Werbeverbot in Maine, das 1977 eingeführt wurde. Das hat eine einzige, hochmotivierte Frau erreicht: Marion Fuller Brown. Die damals etwa 60-jährige Umweltschutzengagierte setzte sich unermüdlich gegen die Verschandelung der schönen Landschaft von Maine durch Werbeplakate ein. Sie überzeugte schließlich eine große Mehrheit der Bevölkerung von Maine. Und das trotz riesiger Widerstände der Werbelobby, der es ausschließlich um ihre Gewinne geht und die sich mit viel Geld, Zähnen, Klauen und Gerichtsprozessen bis in die obersten Instanzen wehrte. Unglaublich, dass eine einzige Frau stärker war!! Bis heute finden die Einwohner von Maine und die vielen Besucher das Werbeverbot klasse.
Lasst uns Marion Fuller Brown ein glänzendes Vorbild für unsere Städte und Bundesländer sein!“

Vorbild São Paulo

2007 wurden vom Bürgermeister von Sao Paulo alle größeren Werbeplakate einfach verboten. Die Bürger finden das bis heute klasse und wollen das Plakatwerbeverbot unbedingt beibehalten.

Werbeverbot in São Paulo
Werbeverbote

Plakatfreies Vermont

In Vermont wurden 1968 alle größeren Werbeplakate einfach verboten. Die Bevölkerung ist begeistert. Besonders ermutigend daran: Das hat praktisch ein einziger Mann, der Politiker Ted Riehle bewirkt, indem er ganz viele Menschen von der Idee überzeugt hat.

Werbe­abgaben in Toronto

2009 wurde vom Stadtrat von Toronto mit großer Mehrheit eine Werbeabgabe eingeführt, die 2012 in Kraft trat. Die Abgabe schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie verteuert und vermindert dadurch Werbung UND sie bringt derzeit jährlich etwa 10 Millionen kanadische Dollar ein, die für kulturelle Zwecke verwendet werden.

Werbeabgaben in Toronto
Werbeabgaben in Toronto

Außen­werbeverbot von Hawaii

Auch das Plakatwerbeverbot von Hawaii kann uns stark ermutigen. Die Initiative dazu geht auf sieben Frauen zurück, die 1912 der Werbeplakat-Industrie den Krieg erklärten und gewannen! Sensationell!“

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